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Archive for the ‘Informationen verarbeiten’ Category

Überlebenskampf

18 Nov

Ein schneller Hinweis auf einen langen Artikel auf Spiegel-Online:

Aber man mache sich nichts vor. Der darwinistische Überlebenskampf ist im Begriff, auf das Leben des Einzelnen überzugreifen, auf seine Kommunikation mit anderen, sein Erinnerungsvermögen, das der größte Feind neuer Informationen ist, auf sein soziales Leben, auf seine Berufs- und Lebenskarriere, die längst Bestandteil des digitalen Universums geworden ist. (Frank Schirrmacher)

Es erleichtert mich doch ungemein, dass ich nicht der Einzige bin, der das Gefühl hat, in Informationen zu ersaufen. Doch auch für die Wissensgesellschaft hat Schirrmacher etwas bereit:

Die Antwort lautet nicht, dass Powerpoint-Präsentationen und Computer der Ausweg sind, sie sind noch nichts anderes als Folterinstrumente, solange unsere Vorstellung vom Lernen weiter so funktioniert, als stünde einer an der Tafel und verbreitete Informationen. Die Informationen hat jeder. Aber was Menschen verzweifelt lernen müssen, ist, welche Information wichtig und welche unwichtig ist. Das ist womöglich die große Stunde der Philosophie.

 

Kurzschluss

25 Mai

Wilhelm von Humboldt hat uns über die Süddeutsche einen offenen Brief zukommen lassen. Der arme Tropf, niemand wird ihn ernstnehmen, sind wir doch soeben fleißig dabei, ihn abzuschaffen.

Bei Mandy entspinnt sich eine Diskussion über die fehlende Bereitschaft von Lehrern, das Internet und Web2.0-Dienste im Unterricht einzusetzen. Sind es die strukturellen Bedingungen, mangelnde Kompetenz der Lehrkräfte oder ganz andere Gründe? Vielleicht kann ja jemand der erfahreneren Mitleser Sinnvolles beisteuern? (via e-Denkarium)

Hmmm… mehr Humboldt durch Web2.0? Wäre doch mal ‘n schöner Kurzschluss, dem zu folgen sich lohnen könnte…

 

Sushee ist Schuld!

26 Okt

Jetzt bin ich auch googlefiziert. Damn! Und dabei sehe ich doch die gierigen Krakenarme förmlich auf mich zuzappeln, mich umschlingen, mich fesseln. Aber die Google Coop-Funktion, die es einem ermöglich, eigene Suchmaschinen zu kreieren, ist einfach zu verlockend. Man fügt einfach ein paar Seiten zu seiner persönlichen Suchmaschine hinzu und Google durchsucht dann wahlweise nur diese Seiten oder legt bei der Suche den Schwerpunkt auf diese Seiten.

Wer das ganz groß aufziehen möchte, kann noch ein paar Contributors einladen, die dann mit ihm die Suche mit passenden Seiten füttern. Ich habe mal probeweise eine Bildungssuchmaschine angelegt, die bspw. Universitäten, Lehrerseiten, Ministerien, Bundeszentralen für politische Bildung oder private Seiten durchsucht. Die Ergebnisse sind tausendmal besser als die der normalen, werbeverseuchten und SEO-vergeigten Google-Suche. Zwar wird hier auch die kontextbasierte Werbung eingeblendet, aber diese schleicht sich nicht zwischen die inhaltlichen Ergebnisse!

Mir schwebt schon eine Schüler-Suchmaschine vor… “Bitte nehmen Sie doch diese Suchmaschine hier… handgepflegt und viel besser als der herkömmliche Google-Müll…”

Ganze Kollegien könnten eine Schulsuchmaschine mit handverlesenen Seiten füttern… *schwärm*

(via Su-Shee)

 
 

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