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Archive for the ‘Allgemeines’ Category

Update überstanden

11 Dez

Auf den ersten Blick hat das Upgrade auf WordPress 2.7 keinen Schaden angerichtet, auch wenn es jetzt hintenrum ganz schön komisch aussieht…

Nachtrag
WYSIWYG geht nicht mehr :-(

Nachtrag 2
Übeltäter war das Plugin “Less”. Jetzt funktioniert der WYSIWYG-Editor wieder! :-)

 
 

Behördenserver

13 Nov

Pünktlich zur Eröffnung des Online-Bewerbungsverfahrens schmiert der Server des Bildungsministeriums ab. Vermute, es war für die hellen Köpfchen im Ministerium nicht abzusehen, dass es innerhalb des lediglich einwöchigen Bewerbungszeitraums zu vermehrten Zugriff kommen könnte…

 

Ich sag nur…

11 Nov

… bestanden! Heute! Endgültig! Und zwar so, dass ich mir keiner größeren Gedanken um einen Taxifahrerjob machen brauche. Mehr dazu ein andermal. Jetzt wird der Schampus geköpft! :-D

 
 

Harte Kerle

20 Aug

Abseits stehend, auf einem Klassenausflug, durfte ich folgenden Dialog einiger heranwachsender Herren genießen:

“Ha! Und Dingsbums hat nur einen Kaffee getrunken!”

“Und du?”

“Ich habe Espresso genommen! Espresso ist viermal so hart wie Kaffee!”

 

Förderung

03 Jul

Je länger und öfter man den Diskussionen im Studienseminar folgt, umso deutlicher kann man gewisse – ich nenne es mal Lager – erkennen. Diese scheinen von etablierten politischen Grundhaltungen, Werten und Weltbildern gespeist zu sein und führen leider Gottes dazu, dass man bei einigen Diskutanten den Eindruck gewinnt, dass ihnen eine gewisse Lagerzugehörigkeit wichtiger ist als die jungen Menschen, die sie unterrichten sollen bzw. dass sie am liebsten nur Menschen unterrichten wollen, die den Vorstellungen dieses Lagers entsprechen. Besonders deutlich wird das bei hitzigen Debatten zum Thema Förderung.

Da gibt es die einen, die bei jeder Diskussion und zu jedem(!) Thema auf die Förderung von Einwandererkindern verweisen. Völlig egal, ob es gerade um Mono- oder Koedukation, Leistungsmessung, Gruppenarbeit oder weiß der Himmel was geht: Das Thema kommt garantiert. Ich finde es auch sehr wichtig, Schwache zu fördern, hinderliche Strukturen aufzubrechen und nach Kräften Chancengleichheit herzustellen, aber ich muss das nicht jedem bei jeder unpassenden Gelegenheit kontraproduktiv aufs Butterbrot schmieren. Alleine dabei bleibt es allerdings nicht…

…denn es gibt auch die anderen. Sobald der Begriff “Förderung” fällt, rattern bei denen die Rollos runter und einzig eine Phrase ist ihnen zu entlocken: “Wir müssen auch die Hochbegabten fördern! Hochbegabte werden viel weniger gefördert.”

Und dann könnte ich schreien! Dieses elende gegeneinander Aufwiegen! Als ob das eine dem anderen die Luft zum Atmen nehmen würde! Als ob man nicht beides gleichermaßen anvisieren könnte, sowohl im Unterricht als auch in der Schulentwicklung. Aber nein, die Damen und Herren haben Ideologien zu verfechten und Egos zu füttern und wollen entweder als Rächer der Enterbten in die Annalen der ewigen Lehrer des Jahres eingehen oder sich mit den Lorbeeren der zukünftigen Elite zu schmücken. Macht ja auch mehr her, wenn man die “Tollen” unterrichtet, die zukünftigen nobelpreistragenden, bachmannbeehrten und karlspreisgeschmückten Superschüler. Dann ist man ja auch irgendwie ein… Elitelehrer!?

Was das soll, frage ich mich? Ich habe ja auch meine politischen Präferenzen, aber ich bin immer noch Lehrer für alle meine Schüler und nicht nur für leistungsschwache oder die, für deren gute Leistung ich kaum einen Finger krumm zu machen bräuchte.

 

Kopfnoten

22 Jun

Norberto42 schlägt das Ministerium mit seinen eigenen Waffen. ;-)

 
 

lo-net-AGB

14 Jun

Ich frage mich, was genau dieser Passus der neuen lo-net-AGB bedeuten soll:

Um den zu einer Institution gehörenden Mitgliedern die Nutzung der Dienste von lo-net² zu ermöglichen, erhebt, verarbeitet und nutzt die lo-net GmbH die vom Registrierungs-Administrator bei der Registrierung bzw. bei der Übertragung auf einen neuen Registrierungs-Administrator angegebenen Pflichtangaben.(lo-net2.de)

“Nutzt” riecht für mich zu sehr nach Beliebigkeit. Ich behalte mir eine Zustimmung vor und verzichte auf die Nutzung des lo-net, solange ich mir nicht sicher bin, dass meine Daten ordentlich verwendet werden.

Ich halte das lo-net sowieso für umständlich, unübersichtlich und behäbig – ein Feigenblatt, um institutionell Medienkompetenz zu simulieren. Oder hat das hier schon mal jemand richtig produktiv genutzt (im Sinne von kollaborativem Lernen, für den Unterricht oder anderweitig)? Wie seht Ihr das? (Koppelfragen ;-) )

 
 

Schüler phormen

14 Jun

Da darf man auf einige Entwicklungen des Schulsystems sehr gespannt sein, wenn man diesem Spiegel-Artikel glaubt.

Auf mindestens 40 Filialen will die Phorms AG kommen. 40 Schulen, in denen es – entgegen aller gesellschaftlicher Realität – keine Schüler mit arbeitslosen Eltern gibt, wo die Migranten nicht türkische, sondern englische Muttersprachler sind und die wenigen Geringverdiener in der Elternschaft gleich einen doppelten Zweck erfüllen: Ihr Nachwuchs dient den Mittelschichtskindern als lebendiges Anschauungsmaterial. Und ihr Beitragssatz für die Schule sorgt für das schulamtliche Prädikat “förderungswürdig”, mithin für staatlichen Mittelfluss. (Spiegel Online)

 
 

Web 0.0

10 Jun

Ja! Ich hänge viel vor dem Computer. Viel zu viel. Ich setze aus Langeweile Linuxsysteme auf und ab, richte Webserver ein, partitionierte meine Festplatten nach Belieben, habe mich kurz an C++ versucht, bevor die Prüfungswelle mich überschwemmte, klicke aus Prinzip auf verbotene Knöpfe und tummele mich auf verschiedenen 1.0- und 2.0-Schauplätzen des WordWideWeb. Kurz: Ich kann behaupten, mich grundsätzlich mit Computern auszukennen und noch durchausser behaupten, mich dafür zu interessieren!

Deshalb bin ich heute auch frohgestimmt mit meinen Achtern in den Medienraum gegangen, wo wir lediglich Fotostories per Powerpoint fertigstellen wollten. Nix Großes, denkt man. USB-Sticks rein, Fotos kopieren, Powerpoint starten, loslegen. Denkste!

Das Elend begann damit, dass einige Schüler sich nicht einloggen konnte. Weiß der Geier, warum. Da steht man dann als Lehrkraft, um einen herum ein halbes Dutzend hilfeschreiende Schüler, und auf den Bildschirmen prangt ein didaktisch sinnloser Bootloader, der Schüler auf die falsche Fährte führt. Müsste man denen vielleicht mal mitteilen, dass sie auf den Pinguin klicken sollen, um das Betriebssystem zu starten, und nicht die fünf anderen Symbole, die auch nicht unplausibel wirken. Zum Glück gab es zwei Schüler, die das schnell geschnallt und weitergegeben haben.

Denn es bleibt ja nicht bei technischen Problemen. Dings hat seine Fotos vergessen, Bums will noch schnell zwei machen und eine Gruppe muss ganz dringend etwas von einem USB-Stick auf einen anderen kopieren und zwar JETZT!

Apropos USB: Natürlich ist das Schul-Linux bombensicher eingerichtet, sprich: USB-Sticks werden nicht erkannt. Natürlich könnte ich jetzt schnell nachschauen, wie man die mountet, aber erstens fehlen mir die nötigen Admin-Rechte und zweitens drängeln von allen Seiten arbeitseifrige Schüler, die u n b e d i n g t  j e t z t ein, nein, ihr Problem haben, das versorgt werden muss.

Andere hingegen nehmen es cool, das Reizwort “StudiVZ” macht die Runde. Verzweifelt starte ich Windows, um von dort  per USB die Daten ins Netz zu stellen. Das klappt auch. Das mit dem USB. Das mit dem Netzwerk nicht, womit die Idee, Fotostories im Computerraum fertigzustellen endgültig gescheitert wäre.

Ergo: Abbruch der Aktion, zurück ins Web 0.0, den Klassenraum, und morgen geht es in den anderen Medienraum. Angeblich soll dort USB funktionieren. Ich bin gespannt. Wenn es dort genauso läuft, werde ich  Medienräume auch nur noch zum DVD-gucken verwenden. Warum “die Neuen Medien eher selten eingesetzt” werden, ist mir nach dem heutigen Chaos völlig klar.

 
 

Lesekompetenz

06 Jun

Das wäre dann wohl Lesekompetenzstufe Sechs, wenn Schüler die Fehler der Abituraufgaben gleich während des Lesens korrigieren:

Bei einer Pädagogik-Aufgabe zu Sigmund Freud hatten die Autoren aus “Gefühlen, die uns bewusst sind”, ein “unbewusst” gemacht und so den Sinn ins Gegenteil verkehrt. Barbara Sommer: “Rückmeldungen haben ergeben, dass viele Schüler auch schon vor der Korrekturmitteilung das ‘un’ überlesen haben und den Satz richtig verstanden hatten.”(Spiegel)

Ich spare mir aus diplomatischen Gründen einen Kommentar.

 
 
 

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