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Archive for März, 2009

Eine Arbeitsauftrag für meine Leser

31 Mrz

Liebe Leser,

da ich nun einige Tage mit der leidigen Aufgabe des Umziehens beschäftigt sein werde und euch hier im Blog leider alleine lassen muss, werde ich euch für die Zeit meiner Abwesenheit wohl oder übel einen kleinen Arbeitsauftrag hinterlassen müssen. Ich will ja nicht, dass ihr euch langweilt! Arbeitsauftrag wie folgt:

Diskutiert, nach welchen Ordnungskriterien Hokey seine “Bibliothek” einrichten soll, wenn er seine Umzugskartons wieder auspackt. Bedenkt, dass Hokey Geschichte und Deutsch unterrichtet und neben Belletristik und Unterrichtswerken auch fachwissenschaftliche  und allgemeinpädagogische Fachliteratur sein Eigen nennt. Soll Hokey seine Biliothek thematisch ordnen oder alphabetisch? Vielleicht sogar nach Epochen, innerhalb derer wiederum eine alphabetische Struktur herrscht? Sollten optische Kriterien eine Rolle spielen? Oder gar ganz etwas anderes?  Greift dazu auch auf eigene Erfahrungen zurück und begründet eure Meinung.

Viel Spaß beim Erarbeiten dieses Arbeitsauftrags, wir sehen uns dann in ein paar Tagen wieder…

 
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Notiz: Methode “Mystery”

31 Mrz

Damit ich es nicht im Umzugskarton vergesse: Einmal die Methode “Mystery” im Geschichtsunterricht ausprobieren. Scheint doch ganz vielversprechend zu sein, die Sowi-Kollegin war auf jeden Fall begeistert. Finde gerade auf die Schnelle keinen Link, werde das aber bei Gelegenheit (Herr, gib’ uns den 48-Stunden-Tag!) hier vorstellen.

 
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Intermission

21 Mrz

Kurze Blogpause. Korrekturen und die Renovierung eines kleinen Häuschens und einer (Ex-)Wohnung gehen vor. Ich mache drei Kreuze, wenn beides hinter mir liegt.

 
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Ökonomie und das Schulsystem

15 Mrz

Aus Zeitmangel nur ein kurzer Hinweis auf einen FAZ-Blogartikel von Thomas Strobl, einem Manager, der sich Gedanken über die Auswirkungen der Ökonomie auf das  Bildungssystem macht – Stichwort “Human Ressources”. Gefällt mir, weil der Artikel mir hilft, mein vorurteilsbeladenes Bild der pragmatischen Ökonomen zu überdenken.

 
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Premiere

14 Mrz

Habe gerade meinen ersten Rotstift “durch”. Greife nun auf den Ersatzstift zurück. Demnächst werde ich auf eine andere Farbe umsteigen.

 
 

“Psychisch labil”

14 Mrz

Was für ein dummes Wort! Ich bin gerade beim Lesen dieses Artikels darauf gekommen: Wie oft hört man, dieser oder jener sei “psychisch labil” und schiebt damit der betroffenen Person indirekt die Schuld an diesem Zustand zu. Sie ist eben so. Ursachen sind damit nebensächlich. Wie blöde diese Aussage ist, wird uns vielleicht klar, wenn wir uns entsprechend ein Opfer körperlicher Gewalt vor Augen halten. In diesem Fall müssten wir über jemanden mit Hämatomen und blauem Auge sagen: “Der hat eben eine schwächliche Hautstruktur.” Warum der ein blaues Auge hat, muss uns dann ja nicht mehr interessieren. Salbe drauf, gut ist’s.

 
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Zerfasertes

13 Mrz

“Wie können wir unsere Schulen schützen” fragt die BILD. Indem man Killerblättchen verbietet, könnte die Antwort lauten, folgt man den Erkenntnissen der Kriminologin Britta Bannenberg, die vom Bildblog zitiert wird. Ähnlich Ungezieltes wie im Folgenden findet man im Lehrerzimmer. Bedenkenswertes auch bei Spreeblick.

Wie man hört, soll es an Baden-Württemnberger Schulen einen Warncode für Amoktäter geben: Wenn das Stichwort “Frau Koma” fällt, ist allen klar, dass ein Amoktäter die Schule heimsucht. Nur welchen Sinn soll das haben? Da die Täter zumeist ihre eigene Schule aufsuchen, kennen sie das “Codewort” – es ist damit genauso effektiv, wie wenn man direkt und unmissverständlich durchgibt, dass eine bewaffnete Person die Schule betreten hat. Beim Stichwort “Frau” würde ich mich wahrscheinlich schon ausklinken und meinen Unterricht weitermachen, statt die Tür abzuschließen…

Ich frage mich manchmal, wo bei diesen Menschen der “point of no return” liegt? Wann ist der Moment, in dem ein doch meist unauffälliger, junger Mensch endgültig zum Täter wird. Und zwar zu einem kompromisslosen Täter, kompromissloser als die meisten Raub- und Massenmörder zu sein scheinen, wenn wahllos und ohne Rücksicht auf Alter oder Geschlecht Menschen dahingemordet werden.

Mittlerweile ändert sich meine Haltung zu Computerspielen, vielleicht auch, weil diesmal der Fokus der Mediendiskussionen nicht auf der Debatte um sogenannte “Killerspiele” liegt. Ich erinnere mich noch gut an die eigene Jugendzeit, als wir rätselten, ob Wrestling nun echt oder gespielt sei; als Actionfilme noch nachhaltig Eindruck und aus heutiger Sicht lächerliche Horrofilme schlechte Nächte bescherten. Die Perspektive des jugendlichen Hokey war nun mal eine andere als die des erwachsenen Hokey. Moderne Actionspiele kenne ich nicht aus jugendlicher Sicht – vielleicht entgeht mir da der Einfluss, den diese Bilder auf noch reifende junge Männer haben können.

Eine Referendarin ist bei dem Attentat gestorben, so hat man auf WDR 5 gestern berichtet. Das macht mich betroffen, vermutlich, weil es so nah an meiner Lebenssituation ist. Du wirst einer Schule zugewiesen, gibst dein Bestes für die Schüler dort, plötzlich steht einer mit ‘ner Pistole vor dir und erschießt dich. Falsche Zeit, falscher Ort. Mann.

Ich glaube, es sind in Deutschland mehr Menschen bei School-Shootings ums Leben gekommen, als bei Terroranschlägen von allen islamistischen Terroristen zusammengenommen. Mehr Menschen wurden durch Sportwaffen ermordet als durch all die imaginären Bomben, die durch die Köpfe unserer Innenminister rollen. Dabei geht es scheinbar immer um Macht, um gekränkte Ehre, darum, es dem Rest der Gesellschaft noch einmal zeigen zu wollen, bevor man als Anti-Held den Tod findet. Doch sind nie die Lehrer alleine die Ziele dieser Täter; die Verletzungen reichen vermutlich tiefer als schlechte Noten – was hat man den Tätern angetan, dass sie in derartige Depressionen stürzen, sich in Gewalt flüchten und vom unauffälligen Einzelgänger zum enthemmten Massenmörder werden? Schule scheint jedoch ursächlich etwas damit zu tun zu haben – ansonsten könnten die Täter auch in einen Supermarkt oder an den Bahnhof gehen. Wir sollten langsam anfangen darüber nachdenken, statt leichtfertig mit dem Finger auf Sportschützen und Computerspiele zu zeigen.

 

Ein Wort für die Lehrer

09 Mrz

Ich bin ja wahrlich kein Fan der Springer-Presse, aber mit diesem Artikel spricht mir Birgitta vom Lehn aus dem Herzen:

Ja und? Ist es denn erwiesen, dass ältere Lehrer die schlechteren und jüngere die besseren Lehrer sind? Sind ältere Eltern weniger wert als jüngere und ältere Ärzte unfähiger als jüngere Kollegen? Warum erlaubt man sich aber, an reifen Lehrern zu zweifeln und zu mäkeln? (Welt Online)

Wurde auch Zeit, dass endlich mal jemand ein Wort für die (erfahrenen) Lehrer ergreift. Und weiter:

Und nun zur letzten Pfeilspitze: „Viele Lehrer hatten selbst schlechte Abi-Noten“. Wer an seine eigene Schulzeit zurückdenkt, wird feststellen, dass er nicht von dem Lehrer am meisten profitiert hat, der das meiste Wissen besaß, sondern von dem, der sein Wissen am besten zu vermitteln wusste. (ebd.)

Mein “Plädoyer für den dummen Lehrer” steckt schon in den Bloglöchern, wartet aber noch auf Überarbeitung. Dann wollen wir mal sehen, ob es sinnvoll ist, wenn nur Einser-Abiturienten Lehrer werden (ich bin keiner!, das vorab). Lehrer loben zu wenig, behauptet man, mein Lob gilt just in diesem Moment dem Springer-Blatt “Die Welt”.

 

Mephistos Untergrund

08 Mrz

Seit eben befindet sich ein neuer Link in meiner Blogroll, er führt zu Mephistos Untergrund. Hineinlesen lohnt sich, mein Feedreader ist gefüttert.

 
 
 

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