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Archive for Oktober, 2008

Dropbox

29 Okt

Ich arbeite gerne mit mehreren Computern, auch bei mir zuhause. Der eine ist die Rechenmaschine, der andere bequemer (aber lauter) Begleiter auf der Couch. Manchmal benutze ich den Computer in der Schule und ab und an arbeite ich noch in der Uni an einem Rechenknecht. Doof nur, dass man immer seinen USB-Stick dabeihaben muss. Denn ab und an liegt der dann doch noch auf dem Schreibtisch oder auf der Lehne der Couch…

… doch dank Christian habe ich Dropbox für mich entdeckt! Ein zwei Gigabyte großer, kosenloser Internet-Datenspeicher, der über eine Software automatisch alle hinterlegten Inhalte auf allen Computer synchron hält, wenn diese sich ins Internet einwählen. So kommt man jederzeit an die wichtige Office-Datei jederzeit heran und kann bei Bedarf sogar ältere Versionen auswählen. Dabei funktioniert Dropbox sowohl unter Linux als auch unter Windows einwandfrei und verrichtet seinen Dienst ohne Murren und Mucken. Sogar auf meinem schwachbrüstigen Notebook, wo ich jedes MB Ram spare, habe ich Dropbox permanent seine 20MB gegönnt – es lohnt sich einfach!

Kein mühseliges “per-Netzwerk-synchronisieren” mehr, kein Rätselraten, auf welchem Computer nun die aktuellste Version liegt – einfach Dropbox öffnen und losarbeiten, egal auf welchem Rechner! (Es versteht sich von selbst, dass man keine sensiblen Daten über Dropbox verwalten sollte, aber für Arbeitsblätter und Co. reicht das allemal!)

 

Tipp: Jugendliteratur

27 Okt

So, weil ich schon seit Ewigkeiten einen Zettel mit Jugendliteraturtipps auf dem Schreibtisch herumfliegen habe, dessen Inhalt garantiert verloren geht, wenn ich ihn einfach weghefte, poste ich ihn erst hier und hefte ihn dann weg. Liebesgeschichten für die achte Klasse:

  • Per Nilson: So lonely (je nachdem, eigentlich eher für höhere Klassen)
  • Max von der Grün: Friedrich und Friederike (altmodisch, aber nett)
  • Myron Levoy: Adam und Lisa (älter, aber klassisch und lohnend)
  • Jostein Gaarder: Das Orangenmädchen (?)
  • Jerry Spinelly: Stargirl (sensible Geschichte mit starker High-School-Atmosphäre)
  • Peter Kohl: Du fehlst mir, du fehlst mir (Mädchen trauert um seine Zwillingsschwester)
  • Kristina Dunker: Sommergewitter (Beziehungen in einer Freundesclique)

Aufgeschnappt im Deutsch-Seminar, ich kenne bislang keinen einzigen der Titel. :-(

 
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“Bildung ist ein Standortfaktor”

20 Okt

Und wir können lernen von all denen, die in den vergangenen, effizienzbesoffenen Jahren besonders out waren: Von den Schülern altsprachlicher Gymnasien zum Beispiel, die ihren marktgetrimmten Altersgenossen immer schlechter erklären konnten, wozu Latein und Griechisch denn gut seien. (…) Von Lehrern, die nicht glauben, dass sie ein Produkt herstellen – sondern, dass sie Kinder erziehen. Von all diesen Menschen könnten auch die Marktradikalen etwas lernen: dass eine Gesellschaft andere Kraftquellen hat und andere Kraftquellen braucht als nur den Profit. (Zeit)

Dabei fiel heute im Seminar wieder das Wort vom “Standortfaktor Bildung”. Bildung scheint für Menschen, die so sprechen, lediglich eine volkswirtschaftliche Ressource wie Kohle und Öl zu sein, die man den entsprechenden wirtschaftlichen Bedürfnissen gemäß heranzüchten und ausbeuten kann. Die Folgen einer solchen Politik sehen wir heute an einer angeblich von Anette Schavan unterdrückten Studie: Fast 20.000 Abiturienten haben sich wegen der Studiengebühren gegen ein Studium entschieden.

Ganz anders die beiden Hauptschullehrer, die heute im Seminar eine Fortbildung leiteten. Diese führten uns Referendaren praxisnah (sprich: sie behandelten uns wie ihre Schüler) vor, wie ein Tag an ihrer Konrad-Adenauer-Hauptschule in den Klassenstufen 5 und 6 aussieht. Ich kann das jetzt nicht in Gänze ausführen, aber diese engagierten Lehrer schaffen es tatsächlich, ihren Schülern einen Projektunterricht im dewey’schen Sinn anzubieten, der ihnen tagsüber weitestgehend über ihren Unterricht Wahlmöglichkeiten lässt, sogar so weitgehend, dass die Schüler die Möglichkeit haben, eine Woche weniger Mathe zu machen, eine andere Woche dafür mehr.

75 Schüler werden von zwei Lehrern betreut. Das Tagesprogramm legen die Schüler selbst in der ersten Stunde fest, indem sich jeder Schüler für einen von mehreren Punkten entscheidet, die ihm an der Tafel präsentiert werden. Die Abstimmung läuft äußerst straff, so wie der ganze Unterricht einem strengen Reglement unterliegt, was uns Referendare einige Mal kräftig schlucken ließ. Bspw. geben die Lehrer vor, wieviele Fragen zu einem Thema gestellt werden dürfen. So müssen dann jeder einzelne der 75 Schüler überlegen, ob seine Frage jetzt wirklich sinnvoll und nicht nur Zeitschinderei ist, denn wenn durch Drömelei eine von maximal drei Fragen verloren geht, ist das eine Möglichkeit, sich ganz schnell unbeliebt zu machen. Klare Zeitvorgaben und keine Kompromisse sind Programm.

Auf der anderen Seite steht die große Freiheit, die die Schüler in ihren Entscheidungen haben. Am Ende stehen Produkte: Filmsequenzen, Baseballkappen, Handwerksarbeiten. Die Schüler in den Filmsequenzen sprechen alle eloquent, machen keinen “unterbelichteten” Eindruck. Die Fächer finden Verbindung in den Projekten, die man hier sonderbarerweise “Netzwerke” nennt. Beim Projekt (ich nenne es Projekt :-P) “Fahrzeug” müssen die Schüler einen Bericht anfertigen, physikalische Grundlagen klären und eine Präsentation ihre Fahrzeuges vorbereiten.

Er hätte keine Bauchschmerzen mehr, seitdem er sich frei entscheiden könne, was er am Tag machen wolle, sagt ein junger Mann. Ich glaube es ihm unbenommen, es klingt nicht gestellt. In die Uni seien sie nun eingeladen worden, erzählen die beiden Lehrer, um ihre Schule vorzustellen. Das wäre ein tolles Projekt, an dem die Schüler schon arbeiten würden.

Das sind sie: Lehrer, die nicht glauben, dass sie ein Produkt herstellen – sondern, dass sie Kinder erziehen.

 

Gruppen in die Zukunft beamen

14 Okt

Christians “Back from the future”-Methode irgendwann einmal ausprobieren. Soll der Atmosphäre in Gruppen dienlich sein. Vielleicht wäre das auch etwas für schwierige Klassen, auch wenn es mit 33 Unterstufenschülern vielleicht nicht ganz so einfach ist…

 
 

Lernen im Schlaf

07 Okt

Warum man froh sein sollte, wenn die Schüler beim Kollegen in der Folgestunde tief und fest schlafen, findet man beim STERN. ;-)

 
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