Heute überraschend meine erste Vertretungsstunde gehalten, quasi als vorgezogene Premiere an meiner Schule, weil ein Kollege akut zum Arzt musste. Also ohne Vorbereitung spontan mit dem Buch in der Hand etwas zur Paulskirche runtergegeiert, die mir – offen gestanden – nicht das liebste Thema ist. Das ist irgendwie zäääääh… die spannenden Sachen liegen alle entweder davor oder danach.
Ging aber, habe viel zu viel Zeit beim Thema “Frauenwahlrecht” verplempert, dafür die Frage nach den deutschen Grenzen nicht mehr geschafft. Ehrlich gesagt fehlt mir auch noch etwas der Überblick, was Schüler einer bestimmten Alterstufe pro Stunde an Stoff vertragen. Das geforderte Schema mit Stundeneinstieg, Problemaufwurf, etc. habe ich wohl nicht eingehalten, was aber auch kein Wunder ist. Die Schüler waren sehr brav und haben sich auch rege beteiligt, obwohl sich das ja notenmäßig bei mir gar nicht lohnt. Hoffe, dass ich mir wenigstens eine Handvoll Namen merken kann.
Regulär geht es erst nach den Osterferien los. Ein Geschichts-GK steht schon fest, ein Deutsch-LK auch. Ist stark oberstufenlastig, aber es soll später schwer werden, in Leistungskurse hineinzukommen, weshalb ich für meinen zwölfstündigen Ausbildungsunterricht lieber versuche, mir die LKs anzugucken. Leider liegen viele Stunden an meinem Seminartag, sodass mir alleine dadurch viele Kurse und Klassen durch die Lappen gehen.
Habe den Eindruck, dass man als Referendar für eine gewisse Zeit einen “Newcomer”-Bonus bei den Schülern genießt. Die hören immer alle sehr gespannt zu, wenn ich rede. Vermutlich bleibt das aber (leider) nicht ewig so.